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In Indien verteilen sich die Religionen wie folgt:
80.5 % Hindus, 13.4 % Moslems (hauptsächlich Sunniten), 2.3 %
Christen, 1.9 % Sikhs, 0.8 % Buddhisten, 0.4 % Jainas und 0.6 %
andere: (z. B. Adivasi, Bahai, Parsen)
HINDUISMUS
Indein ist die Geburtstätte des Hinduismus. Fast 82% der Inder
sind Anhänger des Hinduismus und seiner zahlreichen sekten.
Der Hinduismus gründet sich auf keinen Propheten und auf kein
besonders Ereignis. Es gibt dehalb auch keine genaue
jahreszahl für sein Alter. Anders als die meisten bekannten
Religionen, hat der Hinduismus eine lange
Entwicklungsgeschichte. Er war nicht plötzlich da, sondern er
entwickelte sich kontinuierlich aus den vorarishen Religionen
des Industales, den vedischbrahmanischen Religionen der
arischen Einwanderer aus dem Norden. Aufgrund dieser
jahrtausendealten Entwicklungsgeschichte sieht man Brahmanen
in Hinduismus auch die "Sanatana Dharma", die ewige Religion,
die schon immer war und immer bleiben wird. Der Hinduismus
wird als " religion des Ewigen Weltgesetzes (Dharma)"
bezeichnet. Dieses Dharma ist die wirkende Kraft. Es bewirkt
die Ordnung in der Natur, den lauf der Sonne, das Leuchten der
sterne, den Strom der Flüsse und des Regens, das Wachstum der
Pflanzen. Das Dharma bestimmt auch den Lebenslauf des Menschen,
derüber vier grosse Stationen führt: Lernen und Studieren in
der Kindheit und Jugend, Ausübung eines Berufes, Gründung
einer Familie, Erlangung von Wohlstand, Einsamkeit und Askese
und viertens abwendung von der Welt und Erlangung h ö chter
Weisheit und Erlösung durch Meditation.
Es steht jedem Hindu frei, an viele götter, an eine oder gar
keinen Gott zu glauben. Es gibt weder Dogmen noch
vorgeschriebene Riten. Man darf Gott im Fetisch, im Tier, im
Baum, im Bild, oder im geist verehren und sich seine Göttern
in berauschenden Zeremonien, inbrünstigen gebeten, Blutopfern,
wilden Tänzen oder als einsmer Pilger durch Askese und
Meditation nähern. Der Hinduismus ist keine einheitliche
Religion, sondern eigentlich ein weitgesteckter Rahmen für
unzählige Glaubensformen und Lebensnormen. Viele Lebensnormen
in Indien sind arischen Ursprungs. Die weißhäutigen Arier
wollten sich mit den braunh ä utigen Ureinwohnern nicht
verbinden, da sie befürchteten, ganz im besiegten Volk
unterzugehen. Sie erließen daher Ehegesetze, die einer ersten
Kasteneinteilung gleichkamen.
Kastensystem
Der grossen Freizügigkeit im Kultischen und
im Glauben steht das festgefügte Kastensystem gegenüber, das
seit Jahrtausenden für alle Hindus verbindlich ist. Nicht im
Glauben, sondern in der sozialen Ordnung findet man das Band,
dass alle Hindus eint.
Hindu kann man nur durch Geburt werden. Im späteren Leben k ö
nnen Einzelpersonen nicht mehr dem Hinduismus beitreten. Hindu
wird man durch die Geburt in einer bestimmten Kaste. Man kann
weder in eine Kaste ein - oder austreten, noch die Kaste
wechseln.
Karma
Eine der Grundlagen des hinduismus ist das
moralische Vergeltungsprinzip aller Taten, das Karma. Das
Karma ist ein Teil des Dharma, des ewigen Weltgesetzes, das
den Makrokosmos ebenso wie den Mikrokosmos beherrscht. Nach
dem Karma erhält jedes Wesen bei der Geburt seinen Platz
innerhalb oder außerhalb des kastensystems aufgrund der guten
oder bösen Taten in einem vorausgegangenen Leben. Samsara, die
Lehre von der Seelenwanderung, ist die Basis des Kastensystems.
Sie ermöglicht jedem Menschen durch gute Taten in diesem Leben,
das folgende Leben zu verbessern. Andererseits ist kein Hindu
mit seinem Schicksal unzufrieden, auch nicht der ärmste Bauer,
denn hat er ein Schicksal selbst verschuldet durch seine taten
im vorangegangenen Leben.
Einige Karmas können verändert werden, aber andere können es
nicht. Deshalb haben die alten Seher und Weisen die
verschiedenen Heilmittel verschrieben, die daran arbeiten, den
Impakt des Karma zu verändern oder zu mindern, wie Puja (Gottesdienst),
das tragen von Edelsteinen, Mantras (heilige Worte), Yantras (heilige
Symbole), Askese wie Fasten und Schweigen und andere Formen
der spirituellen Praxis.
Wiedergeburt
Dem Glauben des Hinduismus nach stirbt zwar
der Körper, nicht aber die Seele. Die Seele folgt dem Pfad des
vorhergegangenen Lebens und kehrt in einen neuen Körper ein.
Dabei greift das prinzip des Karma, das besagt dass jeder
Mensch sein zukünftiges Leben im Hier und Jetzt selber
bestimmt. Wird jemand krank geboren, so hat er im letzen Leben
schwere Verfehlungen begangen. Wird jemand reich geboren, so
hat er sich im letzen Leben verdient gemacht.
Das Kastensystems zeigt den Menschen die gesellschaftliche
Stellung auf, aus der sie im jetzigen Leben nicht entfliehen
können. Daher auch die Motivation, sein Leben besonders gut
und fromm zu Leben, damit das nächste Leben besser wird. Von
daher wird ein schlechtes Leben auch nicht als Bestrafung
Gottes angesehen sondern als konsequenz der eigenen
Verfehlungen.
Gott Krishna erklärt -
" Zum Zeitpunkt des Todes stirbt der Körper, die Seele aber
stirbt nie. Die Seele verlässt den Körper und kehrt zurück in
einen neuen wie ein Körper seine Kleidung wechselt. Die Seele
ist auf ewiger Wanderschaft und nimmt sich eine unendliche
Anzahl von Körpern, bis alles Karmas erschöpft sind, die der
Seele anhängen. Dabei greift das Prinzip des Karmas, das
besagt, dass jeder Mensch sein Zukünftiges Leben im Hier und
jetzt selber bestimmt. Wird jemand krank geboren, so hat er im
letzten leben schwere Verfehlungen begangen. Wird jemand reich
geboren, so hat er sich im letzten Leben verdient gemacht.
So muss ein Mensch auch nicht als Mensch wiedergeboren werden.
Je nach Ausmass seiner verfehlungen/Frömmigkeit, so ist eine
Wiedergeburt auch in form eines Tieres, einer Pflanze, eines
Einzellers oder eines Halbgottes möglich. Um aus dem Kreis der
ewigen Wiedergeburt zu entfliehen, muss die Seele aber in
einem menschlichen Körper sein. Das ewige Seelenheil auch "Miksha"
gennant kann nur durch die Befreiung der Seele von den Karmas
geschehen. Hier für muss ein gottgleiches Leben geführt werden
und rechter Glaube, rechte erkenntnis und rechtes
Verhalten sind die Voraussetzung.
Auch Götter sind vom Kreis der reinkarnation nicht verschont,
da auch sie menschliche Züge haben und somit auch sündigen.
Atman und Brahman
Man kann nicht durch Studium zum innersten
Kern seiner Persönlichkeit kommen, sondern nur durch
unmittelbare Einsicht in sich selbst. Man muss sich nach außen
wie eine Lotusblume am Abend schließen, sich von der
Erscheinungswelt abkapseln, wenn man das Wirken des Atman -
des Selbst - spüren will, das durch Meditation die Vereinigung
mit dem über-Selbst sucht.
Viele Wege führen zur Einheit mit dem Brahman, dem Urgrund des
Sein, das man nicht verwechseln darf mit Brahman, dem Gott,
oder dem Brahmanen, dem Priester. Das Ziel wird nicht allein
durch Ritus und Kult erreicht, sondern durch ein moralisches
Verhalten, das von jedem überzeugten Hindu Gewaltlöigkeit,
Wahrheit, Reinheit, Selbstdisziplin, Abgeklärtheit und
Toleranz verlangt.
Moksha (Erlösung)
Ziel des Gläubigen ist jedoch nicht die
Wiedergeburt, sondern die Losl ö sung aus dem Zyklus der
Wiedergeburt, die Erlösung (Moksha). Die Zuneigung des
Menschen an die Materielle Welt erschafft Bindung. Die
materielle Welt, die Welt, der Sinnesobjekte, ist eine Welt
von Freud und Leid. Ehe der Mensch die h ö chste
Glückseligkeit des eigenen Selbst verwirklicht hat, führt es
ihn natürlicherweise, indem er in diesem Feld von Freud und
Leid lebt, zur Entwicklung von Zuneigung und Abneigung. Die
Erfahrung von Freud und Leid, von Ab- und Zuneigung, festigt
den Sinn des Menschen von sich selbst als ein isolierter,
begrenzter Ego/Erfahrender. Er verliert die Sicht von seiner
eigenen ungebundenen, glückseligen Natur und sucht Erfüllung (Vergnügen)
im Feld der Sinnesobjekte. So verliert er sich selbst,
umherwandernd im Samsara, dem sich wiederholenden Zyklus von
Geburt und Tod. Das ist Knechtschaft.
Es gibt sieben heilige Flüsse im Hinduismus-
. Ganga . Yamuna . Indus . Sarasvati .
Narmada . Godavari . Kaveri
Es gibt auch sieben heilige Orte von Hindus-
. Haridwar . Mathura . Ayodhya . Varanasi .
Ujjain . Dwarka . Kanchipuram |
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AUM (OM) steht für das Absolute und ist
der Beginn und das Ende der meisten hinduistischen Gebete. Laut
der indischen Philosophie entstand die Materie aus Klang. OM ist
der heiligste Laut, aus ihm entstand das Universum und die Götter.
Durch die Grundsilbe OM werden kosmische Schwingungen erzeugt, die
die Atome des Himmels und der Erde zusammenhalten sollen. Der
Weise Manu interpretierte OM als Erde, Himmel und Himmelreich.
Andere interpretieren OM als Anfang der Zeiten, als Zeichen des
höchsten, nicht definierbaren Gott (brahman).
Vergleichbares gibt es auch im christlichen Glauben, und zwar am
Anfang der Schöpfungsgeschichte: "Am Anfang war das Wort, und das
Wort war mit Gott, und das Wort war Gott." Vergleichen kann man
die Klangsilbe auch mit dem jüdischen und christlichen "Amen".
Eine andere Interpretation besagt, dass das "A" für den wachen
Zustand, das "U" für leichten Schlaf und das "M" für den tiefen
Schlaf steht. Diese drei Kombinationen ergeben das totale
Bewusstsein.
Das Hakenkreuz (Swastika) im Hinduismus Das Hakenkreuz ist
ein Symbol aus der Kultur der Arier. Das Wort "Swastika" ist aus
Sanskrit und heißt "Glück" oder "Wohlbefinden". Für Hindus, Jains
und Buddhisten ist das Hakenkreuz verheißungsvoll und wird von
Hindus und Jains auf Bücher oder Häuserwände gemahlt. Auch in
Tempeln ist das Swastika häufig zu finden. In der Regel wird das
Zeichen in weißer Farbe auf schwarzem Hintergrund dargestellt.
Das rechtsdrehende Swastika dreht sich im Urzeigersinn und
symbolisiert die Sonne und das Feuer.
Das linksdrehende Swastika dreht sich gegen den
Urzeigersinn und symbolisiert das Böse. Die Göttin Kali wird
häufig damit assoziiert.
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Jainismus
Der Jainismus ist eine wichtige Religion
Indiens, die in Indien gleichzeitig mit dem Buddhismus im
6.Jh./5.Jh. v.Chr. entstanden ist. Er wurde von Vardhman
Mahavira (bedeutet grosser Held ca. 599 - 527 v.Chr), der
letzte der 24 Weltenlehrer (Tirthankars) begründet. Heute gibt
es in der Welt etwa 6 Millionen Gläubige an Jainismus, davon
etwa 5 Millionen in Indien. In Jainismus gibt es keine
göttliche figure wie in Hinduismus, sondern religöse Lehrer (Führer),
die als Tirthankara (Furtbereiter) bezeichnet, um ihre
Funktion als Mittler zwischen der materiellen und der
spirituellen Welt zu verdeutlichen. Heute teilen sich die
Jains in 2 große Gruppen auf - die Weissgekleideten (Schwetambaras),
die durchweg weisse Kleidung tragen und die Luftgekleideten (Digambaras),
die gar keine Kleidung tragen, also nackt leben. Die Jainas
sind Vegetarier, halten sich sehr streng an das Tötungsverbot.
Sie glauben wie die meisten asiatischen Religionen an den
Kreislauf von Tod und Wiedergeburt und die Möglichkeit der
Erlösung durch ein asketisches Leben und Enthaltsamkeit,
Meditation, Selbstdisziplin. Die drei ethischen
Grundprinzipien des Jainismus sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit
gegenüber allen Lebewesen), Aparigraha (Unabhängigkeit von
unnötigem Besitz) und Satya (Wahrhaftigkeit).Die schönsten
Jaintempel kann mann in Mount Abu (Rajasthan),
Ranakpur(Rajasthan), und Palitana(Gujarat) finden. Die 18
Meter hohe freistehende Statue von Gommateshvara im Sravana
Belgola (Karnataka) in der nähe von Mysore (wurde ungefähr 983
n.Chr.gebaut) ist ein hervorragendes Beispiel von Jain Kunst
in Indischer Erbschaft.
Buddhismus
Indien war das Heim von Buddhismus. Buddhismus wurde in
nördlichem Indien ungefähr 500 n.Chr. begründet, wenn
Siddhartha Gautama, als Prinz geboren, Erleuchtung erfuhr.
Heute ist es nur im Norden in Ladakh und Nordöstlichen Staaten
wie Sikkim, Assam, geübt. Obwohl es gibt ungefähr 5.2
Millionen Buddhisten in Indien, die Meiste neu konvertiert
sind, die Religion ist großer Wichtigkeit, weil es seine
Geburt hier gehabt hat, und es gibt viele Mahnungen von seiner
historischen Rolle. Buddha selbst möchte nicht als Gott
verehrt werden, er sieht sich eher als Religionsstifter, den
Weg weisen kann für den Weg zum Nirvana. Laut Buddha, das
Leben von Menschen ist gleichzusetzen mit Leid. Der
Wiedergeburt und damit dem Leiden zu entkommen, kann nur durch
das Nirvana (Erleuchtung) geschehen, es ist das höchste, was
ein Buddist erlangen kann, und damit das höchste Ziel.
Grunderkenntnis seiner Lehre sind dabei die 4 Wahrheiten:
Wahrheit der
Aufhebung des Leidens: durch die völlige Underdrückung des
Lebensdurstes, der mit Leidenschaft und Freude
Wahrheit der Entstehung des Leidens: wie entsteht Leid, Lust
nach Leben, Durst nach Lust, der Durst nach Werden bzw.
Nichtwerden.
Wahrheit über das Leiden: es ist zu verstehen, was Leiden ist,
also z.B. Tod, Krankheit, Getrenntsein von Geliebtem, Alter
etc.
Wahrheit der Aufhebung des Leidens, wenn man den elden
8-Fachen Weg folgiert.
Buddha hat den edlen 8-fachen Weg gegeben, um dem Leiden und
der Wiedergeburt zu entkommen: Rechtes Denken, Rechtes
Verstehen, Rechtes Reden, Rechtes Handeln, Rechtes Leben,
Rechtes Streben, Rechtes Gedenken, Rechtes Sichversenken.
Es ist im Parinibbana Sutta eingeschrieben, dass Buddha selbst
vier Orte identifiziert hat, als zukünftige Wallfahrtsörte des
Buddhismus: sein Geburtsort (Lumbini), Ort seiner Erleuchtung
(Bodhgaya), Ort seiner ersten Predigt (Sarnath in der nahe von
Varanasi), und Ort von seinem Tod (Kushinagar). Alle diesen
Ereignissen wurden draußen in Schoß der Natur unter Bäumen
geschehen. Vielleicht erklärt es, warum Buddhisten immer die
Umwelt und das Naturgesetz geachtet haben.
Christentum in Indien
Es gibt ungefähr 23 Millionen Christen in
Indien. Apostel St. Thomas bereits im 1Jh. n.Chr. das
Christentum nach Indien gebracht haben und haben dort entlang
der südlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden
gegründet. Diese sogenannten „Thomaschristen“ sind noch heute
etwa im Bundesstaat Kerala zu finden und machen einen
erheblichen Prozentsatz der dortigen Bevölkerung aus. Die
indische christliche Kirche ist somit älter als die
europäische. Um 1498 n.Chr. soll schließlich der portugisische
Seefahrer Vasco da Gama einige Christen im heutigen Kerala
vorgefunden haben, als er hier landete. Er war der erste
bekannte Europäer, der den Indischen Ozean überquerte und
seine Gebeine lagen über einige Jahre in der St. Francis
Kirche in Cochin. Später missionierten die Portugiesen und
hatten Erfolg bei den niedrigen Kasten oder den Kastenlosen.
Allerdings hat das Christentum nur an den Küstenstreifen, in
Goa und Kerala, wo es auch heute noch verbreitet ist, größere
Bedeutung in Indien. Die Briten zeigten zwar wenig Interesse
an der Missionierung, dennoch konvertierten viele
Stammesvölker im Nordosten (Nagaland, Mizoram, Meghalaya,
Manipur, Arunachal Pradesh) zur Anglikanischen Kirche oder
anderen evangelischen Konfessionen. In jüngerer Zeit traten
auch Angehörige unberührbarer Kasten sowie Adivasi zum
Christentum über, um der Ungerechtigkeit des Kastensystems zu
entkommen.
Islam
Islam ist zweitwichtigste Religion des
Indiens nach Hinduismus. Sogar, nachdem Teilung von Indien im
Indien und Westpakistan in 1947 über 40 Millionen Muslime in
Indien blieben, und heute es gibt über 140 Millionen Moslems
in Indien, die Mehrheit davon gehört der sunnitischen Richtung
an. Zwischen Hindus und Moslems hat es in Indien leider immer
wieder Zwischenfälle gegeben, die sich bis in die heutige Zeit
hinein ziehen. Islam war nicht die Religion von Indien,
sondern durch die Moslem Herrscher und ihr Armee aus
Afganistan eingeführt wurde, die nach Indien kam zum Plündern
und danach ihre Dynastien in Indien gergründet. Islamischer
Kontakt mit Indien wurde zuerst 636 n.Chr. gemacht und dann
durch die Armee vom Araber Mohammad Al Qasim in 710-712 n.Chr.
Von der Schöpfung vom Delhi Sultanate in 1206 durch arabischer
Kraft, ist Islam eine permanente lebende Religion in Indien
geworden. Es wird gesagt, dass der Mughal König Aurangzeb
gewaltsam in 18 th Jahrhundert fast 10 prozent von Hindus zu
Muslimen konvertiert hatte. Der Islam ist monotheistisch und
kennt nur die absolute Ergebung (Fatalismus, Kismet) in den
Willen Allahs, der als absoluter Herrscher angesehen wird. Das
heilige Buch des Islam ist der Koran. Ein weiteres Kennzeichen
ist die strikte Regelung religiöser Pflichten, wie Beten,
Fasten, Almosen geben und die bekannte Wallfahrt nach Mekka.
Wein und Schweinefleisch sind verboten.
Sikhismus
Guru Nanak, der Gründer der Religion, war
geboren in 1469 im Westen von Lahore und war aufgewachsen in
die Pakistanische Stadt von Sultanpur. In Sikhismus auch, wie
in Jainismus, gibe es keine Gottfiguren sondern religöse
Lehrer (10 in nummer). Guru Nanak predigte von Liebe und
Verständnis und kritisierte die blinden Rituale der Hindus und
Moslems. Guru Nanak gab seine aufgeklärte Führung seiner neuen
Religion an neun aufeinanderfolgenden Gurus weiter. Der letzte
lebende Guru, Guru Gobind Singh, starb 1708. Die Mehrheit der
Sikhs (wörtlich Schüler) lebt in der Ursprungsregion im
indischen Bundesstaat Panjab sowie in Neu Delhi. Insgesamt
leben in Indien fast 20 Millionen Sikhs. Die religöse Buch von
Sikhs ist Der Guru Granth Sahib.
Philosophie und Glauben
• Es gibt nur Einen Gott. Er ist der
gleiche Gott für Menschen aller Religionen.
• Die Seele geht durch Zyklen von
Geburten und Toden, bevor es die menschliche Gestalt annimmt.
Das Ziel unseres Lebens sollte, ein Führen einer vorbildlichen
Existenz sein, damit man vielleicht mit Gott zusammenkommt.
Sikhs sollten sich jederzeit an Gott erinnern und ein
tugendhaftes und wahrheitsgemäßes Leben führen. Außerdem
sollte ein Gleichgewicht zwischen ihren geistigen und
zeitlichen Pflichten aufrechterhalten werden.
Der wahre Pfad zum Erreichen
von Erlösung und dem Zusammenkommen mit Gott verlangt keinen
Verzicht von der Welt oder gar Zölibat. Das Leben als ein
Hausherr, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient und
weltlichen Versuchungen und Sünden wiedersteht, ist bereits
auf dem rechten Weg.
Sikhismus verurteilt blinde
Rituale, wie das Fasten, den Besuch von Pilgerstädten,
Aberglauben, Verehrung der Toten, Idol-Verehrung und so weiter.
Sikhismus predigt, daß Leute
anderer Nationalitäten, Religionen, oder Geschlechts in den
Augen Gottes gleichgestellt sind. Es unterrichtet die volle
Gleichheit von Männern und Frauen. Frauen können an jeder
religiösen Funktion teilnehmen, Sikh-Zeremonien durchführen
oder die Gemeinde im Gebet führen.
Parsen
Dies ist eine der ältesten Religionen auf
Erden und wurde in Persien von Prophet Zarathustra im 6 v.Chr./7
v. Chr. gegründet. Die Anhänger des Zoroastrismus werden
Zoroastrier oder Zarathustrier genannt, die Anhängerschaft im
heutigen Indien bezeichnet man auch als Parsen, die nach
Indien flohen, um ihrer Verfolgung durch die Muslime zu
entkommen. Zoroastrismus war eine der ersten Religionen, einen
allmächtigen und unsichtbaren Gott zu postulieren. der Avesta
(, Die religiöse Buch der Zoroastrier ist Avesta (auch
Zendavesta). Gott in Zoroastrismus ist Ahura Mazda, den Gott
des Lichtes, der durch die Flammen symbolisiert wird. In den
Parsentempeln brennt deshalb auch immer ein Feuer. Menschheit
sichert den Sieg von gut über Übel durch Folgen der Prinzipien
von humata oder guten Gedanken, hukta oder gute Wörter und
huvarshta oder gute Taten.
Parsen betet in Feuerntempeln und trägt ein heiliges Hemd und
ein heiliger Faden. Die vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde und
Luft) sind den Parsen heilig und dürfen nicht verunreinigt
werden. Als Parsen an die Reinheit der Elemente glauben, die
Toten werden deshalb auf Roste in die Türme des Schweigens
gelegt und von den Vögeln verzehrt. Am bekanntesten sind die
Türme des Schweigens in Bombay. Dort lebt auch die größte
Parsengemeinde Indiens (ca. 85.000). Die Parsen zählen wie die
Sikhs zu den wohlhabenden Indern, besitzen
überdurchschnittliche Macht im Wirtschaftsleben und sind
bekannt für ihre sozialen Aktivitäten. Ihre Zahl ist
rückläufig, da Parsen nur untereinander heiraten dürfen.
Kinder aus Mischehen gelten nicht als Parsen.
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